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Managementkonzept für Wildschweine in Wasser- und Zugvogelreservaten

In den letzten 30 Jahren haben die Wildschweinpopulationen in Europa stark zugenommen. Die Schweiz ist keine Ausnahme von diesem Trend, insbesondere in Gebieten, die an der Schnittstelle von Naturschutzgebieten und landwirtschaftlichen Flächen liegen. Naturschutzgebiete bzw. Reservate bieten Schutz, Nahrung und Wasser – drei wichtige Faktoren, welche die Verbreitung von Wildschweinen beeinflussen. Darüber hinaus bieten nahegelegene, intensiv bewirtschaftete Flächen eine ergiebige Nahrungsquelle und fördern so das Populationswachstum. Eine aktuelle Studie schätzt die Wildschweindichte im Fanel-Reservat auf 20-26 Individuen pro Quadratkilometer. Dies ist eine der höchsten gemessenen Wildschweindichten, die uns bekannt ist. Hohe Wildschweindichten können erhebliche Schäden an den angrenzenden landwirtschaftlichen Kulturen verursachen, wenn diese ungeschützt sind. Ebenfalls besteht die Möglichkeit, dass dies negative Auswirkungen auf das Gleichgewicht des Fanel-Feuchtgebiet-Ökosystems haben könnte. Ein angemessenes Management für die Wildschweinpopulationen im Fanel-Reservat ist daher angebracht.


Eine Wildschweinrotte nutzt das Ried des Reservats für einen geschützten Streifzug.

Das Managementkonzept zielt darauf ab, die folgenden fünf grundlegende Fragen zu beantworten:

  1. Welche Managementstrategie ermöglicht eine optimale Regulierung der Wildschweinpopulation?
  2. Wie können die durch Wildschweine verursachten landwirtschaftlichen Schäden minimiert werden?
  3. Wie groß ist das Risiko der Krankheitsübertragung zwischen Hausschweinen und Wildschweinen und wie kann dieses Risiko minimiert werden?
  4. Welche Auswirkungen hat die Wildschweinpopulation auf das Reservat und dessen Artenschutzziele?
  5. Was ist der maximale und minimale Schwellenwert der Wildschweinpopulationsgröße, bei dem eine Regulierung sinnvoll bzw. nicht mehr nötig ist?
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